Textgroesse

Nach dem gewonnenen Frankreichfeldzug wurde 1940/41 auf der Fläche des heutigen Kirmes- und Wanderparkplatzes ein Zwangsarbeiter-/Gefangenenlager der „Deutschen Arbeitsfront“ (DAF) erbaut. Das Lager bestand aus vier Wohnbaracken, einer Baracke mit sanitären Einrichtungen und einer großen Baracke, in der sich die Wohnung des Lagerleiters, die Küche und ein kleiner Saal befanden. In dem Saal fanden hin und wieder Filmvorführungen statt, an denen auch die seit 1941 aus der Evakuierung zurückgekehrte Gisinger Bevölkerung teilnehmen durfte. Der Lagerleiter verwaltete von hier aus von 1942 bis 1944 ca 200 Polen, Italiener und Franzosen, die tagsüber als Zwangsarbeiter Minen räumten oder bei Bauern und Handwerksbetrieben in der Umgebung aushalfen.

Nach der Kapitulation Deutschlands im Mai 1945 wurden die Lagerbaracken von ca. 20 aus dem „Reich“ zurückgekehrten Gisinger Familien als Notunterkunft benutzt, weil sie Ihre Häuser zerstört vorfanden. Nachdem Gisingen in den 50er Jahren wieder aufgebaut worden war, wurden die Baracken geschleift und liegen heute noch in den Erdwällen rund um den Platz verborgen; als einzig noch sichtbarer Überrest des Lagers ist ein Eingangsloch zum Keller bei genauerem Hinsehen erkennbar.

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Quelle:

Wolfgang Kremer: Gisingen – unser Dorf und seine Geschichte“

 

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