Textgroesse

Seit vielen Jahren ist ein steter Rückgang der Population der typischen Tierarten der Feldflur zu beobachten. Insbesondere Rebhuhn, Feldlerche, Fasan und Hase aber auch eine Vielzahl von Insekten und Schmetterlingen sind sehr gefährdet. Die Ursachen dieser Problematik sind sehr vielschichtig. So sind zum Beispiel fehlende Nahrung zur Aufzucht, Klimawandel, Lebensraumverlust durch fortwährenden Flächenverbrauch aber auch zu hoher Druck durch Raubwild zu nennen.

Nun haben sich die Jagdpächter etlicher Reviere im Kreis Saarlouis zusammengetan um dieser besorgniserregenden Entwicklung entgegenzuwirken mit dem Projekt "artenreiche Kulturlandschaft Saarlouis". Ziel dieses Projektes ist, die Situation der Niederwildbestände und der sonstigen Bodenbrüter und Offenlandbewohner zu verbessern. Zielarten dabei sind alle Bodenbrüter (auch Nichtwildarten) Hasen, Kaninchen Insekten wie Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und sonstige schützenswerte Kleinlebewesen.

Zur Verbesserung der Lebensgrundlage dieser gefährdeten Tierarten sind geeignete Habitatflächen Grundvoraussetzung. Um dieses wichtige und bemerkenswerte Projekt zu unterstützen eine Bitte an alle Landbesitzer im Jagdrevier Gisingen- stellen sie Flächen zur Verfügung die von den Jagdpächtern hergestellt, eingesät und gepflegt werden. Die Flächengröße ist dabei weniger wichtig als die Anzahl der zur Verfügung gestellten Flächen. Geeignet sind z.B. Randstreifen von Streuobstwiesen aber auch verbuschte, brachliegende Flächen.

Die Flächen werden so hergestellt, daß sie sowohl Nahrung aber auch Deckung (Versteckmöglichkeiten) für die genannten Arten bieten.

Von Seiten der Landwirtschaft angelegte Biotopflächen sind im Rahmen der Agrarförderung förderfähig. Interessierte Landwirte wenden sich bitte an die Geschäftsstelle des Bauernverbandes Saar, Sebastian Jung (0681/9062315) oder an den Jagdpächter vor Ort.

Leisten sie durch die Teilnahme an diesem Projekt einen wichtigen Beitrag für die Artenvielfalt im Jagdrevier Gisingen und unterstützen sie die wichtige Arbeit unserer Jagdpächter. Bei Interesse wenden sie sich für nähere Informationen und Aufnahme der Flächen an Rüdiger Dilschneider oder an mich.

Ulrike Heffinger