Textgroesse

Der Dachs besiedelt meist hügelige, reich strukturierte Landschaften mit Waldungen, Gehölzen oder Hecken. Bevorzugt werden Laubmischwälder mit einer ausgeprägten Strauchschicht. Baue werden oft, wie an dieser Stelle sichtbar, in Waldrandhabitaten und an Hängen angelegt, die oft nach Süden oder Westen hin ausgerichtet sind. Dachs und Fuchs kommen hier noch heute vor. Der unter dem Muschelkalk zu Tage tretende Buntsandstein eignet sich gut zur Anlage ihrer Höhlen und Bauten. Die Gisinger Flurstücke heißen in diesem Bereich „Auf den Dachslöcher“ und „Dachslöcher“.

Der Dachs gräbt sich im Waldboden einen Bau, der einen Durchmesser von 30 Metern haben kann. In etwa fünf Meter Tiefe liegt der Wohnkessel, der über zahlreiche Gänge mit der Oberfläche verbunden ist. Diese Gänge dienen der Luftzufuhr und als Ein- und Ausgänge. Den Kessel seines Baues polstert der Dachs mit trockenem Laub, Moos oder Farnkraut aus.

Ein Dachsbau kann über Jahrzehnte oder vermutlich sogar Jahrhunderte benutzt werden. Jede Generation dehnt ihn weiter aus und fügt weitere Wohnkammern hinzu.

Die Unterscheidung eines Dachsbaues von einem Fuchsbau ist insofern einfach, als sich in der Nähe von Dachsbauten regelmäßig so genannte Dachsabtritte befinden. Der Dachs setzt seinen Kot in dafür von ihm gegrabene kleine Erdlöcher. Nicht selten werden die Baue aber auch von Fuchs und Dachs gemeinsam bewohnt.


Quellen:

Wikipedia

Wolfgang Kremer: Gisingen – unser Dorf und seine Geschichte“

 

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