Textgroesse

Von hier aus kann man moderne Funktürme (48m hoher Sendemast der Telefonica Gruppe in unmittelbarer Nähe) und historische Sendemasten (hinter Ittersdorf die über 270 m hohen Langwellensendemasten Europe 1) erkennen. Bis heute fällt der 59 m hohe Fernseh-Antennenturm in der Nähe des Sendegebäudes ins Auge, der für einen TV-Sender Telesaar geplant war. In diesem Bereich verlief aber auch schon vor mehr als 200 Jahren die erste Telegrafie-Linie auf deutschem Boden.

Claude Chappe gelang zur Zeit der französischen Revolution eine technisch praktikable, optische Telegrafie-Vorrichtung, basierend auf der Zeichenübermittlung mit Hilfe von schwenkbaren Signalarmen. An einem hohen Mast waren zwei schwenkbare Querbalken mit zwei weiteren schwenkbaren Balken an jedem Ende angebracht, womit je nach Position anhand eines Codes unterschiedliche Buchstaben signalisiert werden konnten. Die Signaltürme standen auf Sichtweite voneinander.

1813 wurde die Sichttelegrafenlinie Metz – Mainz (225 km) ausgebaut. Auf dem gegenüber liegenden Scheidberg wurde ein solcher Telegraf aufgestellt: Er verband innerhalb der Linie Metz – Mainz die Stationen auf der Tromborner Höhe und auf dem Gauberg bei Siersburg. Die Laufzeit für die Übertragung eines einzelnen Buchstabens lag bei damals beeindruckenden zwei Minuten.

Napoléon Bonaparte nutzte das System, und es ermöglichte ihm bessere Kommunikation zwischen den verschiedenen Truppenteilen als sie jede andere Armee der Zeit hatte. Die französische Telegrafenlinie Metz – Mainz wurde aber schon 1814 von den Preußen zerstört.

 

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